Peperonata al Forno
Es gibt Gerichte, die nach Urlaub schmecken, noch bevor man den ersten Bissen nimmt.
Peperonata al forno gehört genau dazu.
Süße, langsam geröstete Paprika, weiche Zwiebeln, gutes Olivenöl und der Duft von Rosmarin – mehr braucht es oft nicht. Dieses Gericht lebt von Geduld, von einfachen Zutaten und davon, ihnen Zeit zu geben.
Warm aus dem Ofen, lauwarm serviert oder komplett durchgezogen am nächsten Tag – Peperonata gehört zu diesen Antipasti, die immer besser werden.
Zutaten
Für ca. 4 Portionen
Gemüse
- 500 g rote Paprika
(alternativ oder gemischt mit gelber Paprika) - 150 g rote oder weiße Zwiebeln
- 5 g Knoblauch
Kräuter
- 2 kleine Zweige Rosmarin (ca. 4 g)
- optional: 1 g Oregano, getrocknet
Öl & Säure
- 40 g Olivenöl extra vergine (für das Garen)
- optional: 10 g Olivenöl extra vergine (zum Marinieren)
- optional: 5–10 g Aceto Balsamico di Modena
Gewürze
- Salz
- Schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Die Paprika putzen, Kerne und Trennwände entfernen und in größere, rustikale Stücke schneiden.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in gleichmäßige Spalten schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Paprika, Zwiebeln und Knoblauch in eine ofenfeste Form geben. Die Rosmarinzweige hinzufügen und alles mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Anschließend mit dem Olivenöl vermengen, sodass das Gemüse gleichmäßig überzogen ist.
Optional etwas getrockneten Oregano hinzufügen.
Im vorgeheizten Ofen bei 185 °C Ober-/Unterhitze etwa 40 Minuten garen, bis die Paprika weich werden und leichte Röstaromen entwickeln.
Nach dem Garen vollständig abkühlen lassen.
Vor dem Servieren mit etwas gutem Olivenöl marinieren und optional mit einem kleinen Schuss Aceto Balsamico di Modena verfeinern. Die Rosmarinzweige vor dem Anrichten entfernen.
Servieren
Peperonata passt perfekt als Antipasti mit frischem Brot, zu gegrilltem Fleisch oder einfach als kleine Vorspeise an einem warmen Abend.
Besonders gut schmeckt sie leicht durchgezogen, wenn sich das Olivenöl mit den Röstaromen und der natürlichen Süße der Paprika verbunden hat.
Eine kleine Geschichte hinter diesem Gericht
Ich liebe Antipasti in allen Variationen.
In unserem Haus in der Toskana habe ich oft einfach frisches Gemüse gekauft – das, was gerade besonders gut aussah – und es langsam angebraten oder im Ofen gegart. Danach wurde alles mit gutem Olivenöl mariniert und am Abend als kleine Beilage auf den Tisch gestellt.
Genau diese einfachen Gerichte sind es, die für mich den Geschmack des Südens ausmachen.
Peperonata gehört dabei zu meinen absoluten Favoriten, weil ich Paprika liebe. Wenn sie langsam im Ofen gart, wird sie weich, süß und entwickelt zusammen mit den Zwiebeln und dem Rosmarin diese tiefen, warmen Röstaromen, die sofort an mediterrane Küchen erinnern.
Dazu etwas gutes Brot, ein wenig Olivenöl und ein ruhiger Abend – mehr braucht es oft nicht.
